Disqus für WordPress: sinnvoll oder unnötig?

Was sind die Vor- und Nachteile von Disqus?

Das WordPress Kommentar-System ist eigentlich ziemlich praktisch. Neben dem Namen und der Email-Adresse kann nämlich bei jedem Kommentar auch ein Link gesetzt werden. Für Blogger, die auf anderen Blogs kommentieren, kann dies bei jedem Kommentar einen Backlink auf den eigenen Blog bedeuten. Auf diese Weise kann beispielsweise das Linkprofil des Blogs ergänzt und gestärkt werden. Auf dem eigenen Blog jedoch bietet dies auch eine Wiese für Spammer, die Deeplinks auf Shops oder andere Webseiten leiten wollen.

Für den Blogger bedeutet dies meist mehr Arbeit und wenig Spaß. Vermutlich aus diesem Grund stellen viele Blogger das Kommentar-System bei WordPress auf Disqus um. Disqus bietet dabei eine zentrale Diskussionsplattform, die sich auch bei WordPress einsetzen lässt. Jeder Nutzer muss sich nur einmal registrieren und kann so auf allen Seiten, die das System nutzen mit den gleichen Daten kommentieren.

Disqus WordPress Plugin
Disqus ist auch als WordPress Plugin erhältlich (Bild: Screenshot WP Plugin Directory)

Welche Vorteile bringt Disqus?

Für den Blogbetreiber bietet Disqus vor allem die Möglichkeit, Spam einzudämmen. Dadurch, dass der Kommentator nur einen Datensatz verwenden kann, wird das Risiko auf Spam-Links drastisch reduziert. Der Arbeitsaufwand im eigenen Blog reduziert sich auf diese Art demnach ebenfalls. Doch Disqus kann auch für den Kommentator Vorteile bedeuten. Dadurch, dass man sich nur einmal bei Disqus registrieren muss, kann man auf allen Disqus verwendenden Blogs problemlos kommentieren.

Und welche Nachteile gibt es?

Disqus bringt jedoch auch Nachteile mit sich. Besucher, die bislang ohne Registrierung kommentiert haben, werden nach einer Umstellung auf Disqus gezwungen, sich dort zu registrieren. Im Zweifelsfall werden die Kommentare so weniger. Auch lässt sich auf diese Weise meist kein Link mehr hinterlassen, was die Kommentarfunktion für Blogger in vielen Fällen uninteressant macht. Außerdem übergibt man mit Disqus die Kommentar-Verwaltung in fremde Hände und muss einen weiteren Dienst nutzen um die Kommentare auf dem eigenen Blog zu integrieren. Möglicherweise kann sich dies auch auf die Performance des Blogs auswirken.

Disqus oder kein Disqus?

Ob ein Einsatz von Disqus für WordPress sinnvoll ist oder nicht, muss aufgrund dieser Umstände auch jeder Blogger für sich entscheiden. Dabei sollte abgewogen werden, ob die Spam-Kommentare in so großer Zahl auftreten, dass man hier einen Riegel vorschieben möchte oder ob man damit leben kann, diese händisch auszusortieren. Alternativ könnte man zudem auf ein Antispam-Plugin zurückgreifen und die WordPress Installation hiermit ergänzen.

Für die meisten Kommentierenden auf dem eigenen Blog bietet das herkömmliche Kommentarsystem von WordPress mehr Komfort und lässt sich einfacher handhaben. Disqus hingegen macht eine Registrierung erforderlich und stellt einen zusätzlichen Dienst dar, dem man seine Daten gibt. Andererseits bietet der Service die Option, auf zahlreichen Seiten und Blogs Kommentare ohne weitere Registrierung zu hinterlassen.

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